Wasserball - Rugby im Schwimmbecken

Wasserball ist eine kampfbetonte Mannschaftsportart, durchaus mit Rugby und Handball vergleichbar, die ihre Anfänge im 19. Jahrhundert in England fand. Dabei gilt es, den knapp 400 Gramm schweren Spielball innerhalb eines Schwimmbeckens in das Tor des Gegners zu werfen. Das Team, das nach Beendigung der regulären Spielzeit am meisten Tore geworfen hat, hat das Spiel gewonnen.

Wasserball – Die Regeln

Gespielt wird die Sportart Wasserball, zugleich auch älteste olympische Mannschaftssportart, in einem Schwimmbecken, das mindestens eine Länge von 25 Metern aufweist, über 1,80 Meter Wassertiefe verfügt und fünf Schwimmbahnen breit ist. Die Tore weisen eine Größe von drei Metern Breite auf und ragen 90 Zentimeter aus dem Wasser heraus. Eine Mannschaft besteht aus maximal 13 Spielern, von denen ein Torwart und sechs Feldspieler spielen und beliebig oft während der Spielzeit von 4 x 8 Minuten ausgewechselt werden dürfen. Die Spielzeit darf von einem der beiden Schiedsrichter jederzeit angehalten werden. Zudem gibt es drei Uhrenbediener und Protokollführer. Jede Mannschaft hat zudem die Möglichkeit, maximal zwei Auszeiten von je einer Minute pro Spiel zu nehmen.

Jede Mannschaft hat 30 Sekunden Zeit, den Angriff abzuschließen und einen Torschuss zu platzieren. Erfolgt dieser nicht, wechselt der Ballbesitz. Ein Tor zählt aber nur dann, wenn der Ball absichtlich von zwei Spielern zuvor gespielt wurde. Der Ball darf von einem Spieler nur mit einer Hand geführt werden – mit Ausnahme des Torwarts.

Der Schwimmstil ist nicht vorgeschrieben, in der Regel wird aber gekrault. Gerne wird auch kurzfristig das Rückenschwimmen praktiziert, um anspielbar zu sein. Ansonsten ist das Wassertreten eine übliche Methode, um sich über Wasser zu halten.

Beim Werfen ist es nicht erlaubt, auf dem Beckenboden zu stehen. Wasserball ist eine sehr körperbetonte Sportart, bei der die Spieler allerdings nur Ohrenschützer und Badekappen zur Unterscheidung tragen. Fouls sind üblich und werden entsprechend durch Freiwürfe geahndet. Auch sind Zeitstrafen oder Hinausstellungen ein probates Mittel. Schwerere Fouls sind zum Beispiel ein Untertauchen oder Schlagen des Gegners, leichte Fouls ein Festhalten am Beckenrand oder das Schlagen nach dem Ball mit der Faust. Schwere Fouls im Fünfmeterraum werden mit einem Strafwurf geahndet. Jeder Wasserballinteressierte sollte ein guter Schwimmer sein und über eine gute Durchsetzungskraft mit ausreichend Wurfkraft verfügen.