Rugby - eine körperbetonte Sportart
Die sehr kampfbetonte, insbesondere bei den Briten äußerst beliebte Mannschaftssportart, wurde 1823 in der englischen Schulstadt und Namensgeber der Sportart Rugby erfunden. Dabei soll während eines Fußballspiels der Schüler William Webb Ellis den Ball in die Hand genommen haben und davongelaufen sein – der Rugbysport war geboren. In Deutschland wird Rugby seit 1872 in Vereinen gespielt.
Rugby – Die Regeln
Heutzutage bestreiten 15 Spieler einer Mannschaft auf einer bis zu 100 Meter langen und bis zu 69 Meter breiten Spielfläche diese Sportart. Dabei gilt es, den ovalen Ball im gegnerischen Malfeld niederzulegen (Versuch). Ein Malfeld ist die Abschlusslinie der gegnerischen Hälfte. Auf dieser Mallinie steht zudem ein 5,60 Meter breites und 3 Meter hohes Goal. Der Ball ist übrigens deshalb oval, weil die Spieler ihn so beim Laufen besser halten können.
Beim Rugby ist es nicht erlaubt, den Ball nach vorne zu werfen. Raumgewinn wird durch Überlaufen des Gegners, durch schräg nach hinten passendes Werfen zu freistehenden Mitspielern, durch Kicken des Balls über den Gegner mit anschließendem Hinterherlaufen oder durch gegenseitiges Vordrücken des ballhaltenden Spielers im Rudel erzielt, eine etwas rabiat anzusehende Variante.
Punkte beim Rugby
Gewonnen hat natürlich die Mannschaft, die innerhalb der 2 x 40 Minuten dauernden Spielzeit die meisten Punkte erzielt hat. Ein Versuch bringt fünf Punkte ein. Im Anschluss daran hat das Team noch die Gelegenheit, den Ball durch einen Kick durch das Goal zu befördern, und somit zwei weitere Punkte zu erhalten. Dieser Vorgang wird Erhöhung genannt. Nach einem schweren Regelverstoß wird ein Straftritt ausgesprochen. Dieser kann drei Punkte einbringen. Gleiche Punktzahl wird durch einen während des Spiels ausführbaren Sprungtritt erzielt. Dabei tippt der Ball zuerst auf den Boden auf und darf dann erst den Fuß des Spielers berühren, der dann versucht, durch das Goal zu schießen. Diese Variante ist äußerst schwierig.
Häufig beim Rugby sind sogenannte Gedränge zu sehen, verhängt nach leichteren Regelverstößen. Dabei wird der Ball in eine Gasse zwischen die kompletten Teams geworfen. Mit dem Ziel, den Ball zum eigenen Team mit dem Fuß zu spielen, was die gegnerische Mannschaft natürlich verhindern will. Es kommt zu der oft gesehenen Rudelbildung.
Wer Rugby spielen möchte, muss über eine gute Konstitution verfügen. Nicht selten kommt es bei dieser Sportart zu heftigen Blessuren.


