Polo - Ballsport hoch zu Ross
Polo ist eine Mannschaftssportart, die auf Pferden stattfindet. Pro Team gibt es vier Spieler, die einen ungefähr 130 Gramm schweren Ball mit Hilfe von langen Holzschlägern in das gegnerische Tor spielen müssen. Für das Spiel werden außerdem Polohelme mit optionalem Gesichtsschutz benötigt sowie mehrere Pferde zum Wechseln, um diesen Strapazen zu erlassen.
Die Ursprünge des Polos
Das Polo Spiel war bereits um 350 vor Christus in Persien sehr beliebt. Allerdings ist es in dieser Zeit als „Chaugán“ bezeichnet worden. Erst die Tibeter, die das Spiel aus China übernommen haben, bezeichneten es als „pulu“, was übersetzt „Ball“ heißt.
Bis das Spiel in Europa, genauer in England ankam, vergingen noch viele Jahrhunderte. Erst 1859 brachten britische Offiziere Polo mit in ihre Heimat. Bis heute ist es besonders in England ein sehr beliebtes Spiel. Wenige Jahre später, 1876, lernte James Bennett bei einem Englang-Aufenthalt das Polospielen und war so begeistert, dass er es mit nach Amerika nahm und dort verbreitete. Über Argentinien gelang es dann 1896 auch nach Deutschland, genauer nach Hamburg.
Regeln beim Polo
Allgemein wird das Spielfeld in Yards bemessen. Es hat eine Gesamtlänge von 300 Yards (ca. 270 Meter) und eine Breite von 200 Yards (entspricht 180 Meter). Die einzelnen Tore haben jeweils eine Breite von 8 yd (Yards), was ungefähr 7,20 Meter entspricht. Neben den beiden gegnerischen Mannschaften befinden sich zwei Schiedsrichter zu Pferde auf dem Spielfeld sowie ein Oberschiedsrichter am Spielfeldrand.
Ein Spiel ist etwa vier bis acht Chucka lang, wobei ein so genannter Chucka einen Zeitabschnitt von 7,5 Minuten kennzeichnet.
Beim Polo sind sowohl „Push“ als auch „Hook“ erlaubt. „Push“ bedeutet, dass ein Spieler mit Hilfe seines Körpers oder dem seines Pferdes einen anderen Spieler von der Linie abdrängen darf. Ein „ad push“ hingegen ist nicht gestattet, d.h. es darf nicht mittels Ellbogentechnik gearbeitet werden. „Hook“ bedeutet, dass ein Spieler einen anderen Spieler beim Schlagen des Balls behindert, indem er seinen Schläger in den des Gegners einhakt. Allerdings nicht erlaubt, ist der so genannte „ad hook“, was bedeutet, dass der Stick beziehungsweise Schläger nicht in der Senkrechten eingehakt werden darf, sondern nur kurz vor dem Schlag.
Weiterhin nicht legitim sind das „Sandwich“ (zwei Spieler engen einen Gegenspieler ein) sowie „Crossing the line of the ball“, was den häufigsten Foul darstellt. Hierbei erfolgt eine Wegerechtsverletzung. Beim Hinterherjagen des Balls hat immer derjenige das Ballrecht, der sich am nächsten befindet.


