Fußball - Faszination und Wirtschaftsfaktor

Fußball: Keine andere Sportart übt weltweit eine solche Faszination aus, keine andere Sportart ruft solche Emotionen hervor - und dies weltweit. Worin liegt dieses Phänomen begründet?

Das Gruppen-Erlebnis Fußball

Vielleicht in der Einfachheit der Regeln, obwohl oft selbst eingefleischte Fans daran scheitern, die Abseitsregel zu erklären, oder ist es das Gruppenerlebnis, möglicherweise die Suche nach Idolen? Wie kann es sein, dass eine Weltmeisterschaft wie in Deutschland Hunderttausende auf die Straße bringt und dass "Public Viewing" dem sonst so geliebten heimischen Kanapee den Rang abgelaufen hatte?

Eine einzige Antwort kann es nicht geben, was so interessant daran ist, wenn 22 Menschen einem Ball hinterher jagen. Sie jagen nicht, sie kämpfen, Mann gegen Mann, Frau gegen Frau, Verteidiger gegen Stürmer - und der Schiedsrichter gegen alle. Und so bekommen es schon Kinder in Wiege gelegt. Fußball von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter.

Fußball und seine soziale Bedeutung

Doch Fußball ist nach wie vor in erster Linie Sport, der schon durch regelmäßiges Training ein Fitmacher ist. Die Verbindung von Schnelligkeit, Ausdauer und Technik ist für den Körper geradezu ideal. Und dadurch, dass Fußball ein echter Mannschaftssport ist, wird auch das Sozialverhalten ausgeprägter. Es gibt noch einen wichtigen Aspekt: Kaum noch eine Fußballmannschaft, die ohne ausländischer Mitspieler auskommt. Nicht nur in der Bundesliga, sondern angefangen in der F-Jugend und allen anderen Altersgruppen. Fußball ist ein Integrationsfaktor ersten Ranges. Ausländerfeindlichkeit gibt es nur in einigen Fällen von den Tribünen.

Fußball als Wirtschaftsfaktor

Fußballvereine sind allesamt auch Unternehmen, die nach ökonomischen Gesichtspunkten wirtschaften müssen. In der 1. und 2. Bundesliga mit Etats, die manches mittelständische Unternehmen erblassen lässt. So wundert es auch nicht, dass mit Borussia Dortmund bereits der erste deutsche Fußballverein an der Börse notiert ist.

Fußballspieler sind Spekulationsobjekte von vielen Millionen. Selbst in den unteren Spielklassen der Amateure sind Ablösesummen, Gehälter oder Handgelder üblich. Wer in der 1. Bundesliga sein Geld verdient, ist meist schon vor seinem 30. Lebensjahr Millionär, und wird der Spieler gar in die Nationalmannschaft berufen, steigt nicht nur sein Marktwert, sondern auch sein Einkommen erheblich.

Auch deshalb ist Fußball so faszinierend für junge Leute. So zu werden, wie das Idol, so berühmt und auch so reich - aber nur ganz wenige schaffen das auch. Weiterführendes gibts unter Fussball-Infos.net.